info@moltkestrasse89.de   Tel.:  05121-512434

Grillen macht Spaß!

Unsere Grill-Saison startet am 01. Mai jeden Jahres und endet am 03. Oktober

Während der schönen Tage und lauen Abende des Sommers stellen wir unseren Hausgästen gern auf Wunsch unsere Außenanlage zum gemeinsamen Grill-Vergnügen zur Verfügung!

Der eigene Mehrzonen-Gasgrill mit einer Gesamtleistung von beachtlichen 6,2 KW liefert erstklassige Ergebnisse. Ob Fleisch, Wurst, Fisch oder Gemüse: Alles gelingt im "Handumdrehen". Wenn Sie Ihr eigener "Grillmeister" sein möchten, sprechen Sie uns bitte vorher an. Sie erhalten dann eine ausführliche Einweisung am Gerät, ohne die wir den Betrieb leider nicht gestatten dürfen. Achten Sie immer auf die enorme Hitzeentwicklung des Grills und auf Ihre Kinder in dessen Nähe. Beim selbstständigen Betrieb handeln Sie ausschließlich eigenverantwortlich, wir haften nicht für etwaige Schäden oder gar Verletzungen!

Alternativ lassen Sie sich einfach von Ihren Gastgebern verwöhnen und bedienen. Wir bieten Ihnen erstklassigen Service, bestes Grillgut, frische Salate, hausgebackenes Brot und gekühlte Getränke nach jeweiliger Absprache. Sie können in der Saison komplette Arrangements schon im Voraus buchen.

Preise bleiben stets frei und richten sich nach Art und Umfang der Aufgabenstellung und Anzahl der teilnehmenden Personen.

Für die aufwendige Reinigung, Gas und Geschirr berechnen wir in jedem Fall für die Nutzung der Grilleinrichtungen eine geringe Pauschale in Höhe von € 20,-- (inkl. MWSt.).   

Der Frühling zeigt sich endlich von seiner schönsten Seite: Wir sind soweit!Grillen – was heißt das?

Der Begriff „Grill“ kommt aus dem Englischen und bedeutet schlicht „Rost“ oder „Gitter“. Grillen ist also das Garen auf dem Rost und gilt als die urtümlichste und einfachste Form des Bratens. Zugleich aber auch als eine der natürlichsten und gesündesten. Grillen gehört zu den so genannten „trockenen Garverfahren“. Darunter versteht man technisch gesehen „das Garen unter Bräunung durch Strahlungs- oder Kontaktwärme“.

Was passiert beim Grillen?

Beim Grillen erreicht das Grillgut an seiner Oberfläche Temperaturen von bis zu 180°C. Im Inneren wird es wegen des vorhandenen Wassers selten heißer als 95°C, die erwünschte Kerntemperatur von Fleisch zum Garzeitpunkt liegt aber meist weit darunter. Durch die hohe Temperatur an der Oberfläche gerinnen die Eiweißstoffe, karamellisieren die Kohlenhydrate und es bildet sich eine schöne Kruste. Das Schließen der Poren verhindert, dass Fleischsaft, Nährstoffe und Geschmacksstoffe austreten, das Fleisch kann schonend „im eigenen Saft“ garen. Perfekt! 


Woran müssen wir im Frühjahr schon denken und wie kommen wir zum perfekten Grillgenuss?

Zum Start in die neue Grillsaison bereiten wir rechtzeitig ein wunderbares Kräuter-Würzöl vor und lassen es an einem dunklen und kühlen Ort, bestens geeignet ist ein unbeheizter Kellerraum, während eines Zeitraums von mindestens drei bis vier Wochen "reifen". Zwingen uns warme Temperaturen und Sonnenschein vom Sessel an der Heizung ins Freie, hat sie bereits vorher ihren großen Auftritt. Wenn bei der Herstellung und der sukzessiven Verwendung sehr sauber gearbeitet wird, hält sich das Würzöl bei stetigem Anstieg des Aromas womöglich monatelang und kann restlos aufgebraucht werden.

Etwa zwei Wochen vor dem geplanten Angrillen sprechen wir mit dem Metzger unseres Vertrauens über unsere Wünsche und Vorstellungen. Das gibt dem Fachmann ausreichend Gelegenheit, unser späteres Grillgut auszusuchen und unter optimalen Bedingungen im Kühlhaus auf den Einsatz vorzubreiten. Kaufen Sie nie am Tag des Geschehens Fleischstücke, die bereits vormariniert in der Auslage des Kühltresens der Frischfleischabteilung eines Supermarkts oder gar fertig in Folienverpackungen eingeschweißt im Discounter an der Ecke auf ihre Opfer lauern! Die werden Ihnen nicht schmecken. Sollten Sie auf dem Weg von Ihrer Arbeitsstätte zu Ihren Lieben noch "schnell" an der Tankstelle einkaufen, begehen Sie Selbstmord in Raten.

Zwei Tage vor dem Entfachen des ersten und der nachfolgenden Grillfeuer nehmen wir unser Grillfleisch beim Metzger in Empfang und vereinbaren die Uhrzeit für das Abholen der frischen Würste, die er erst am Morgen des angedachten Verzehrtages zubereiten wird. Unsere Eigenkreation, M 89 - "Die" Grillwurst stellen wir natürlich auf handwerklich traditionelle Weise in unserer Küche selbst her! Beim Transport und der Zwischenlagerung des Grillguts im eigenen Kühlschrank darf die Kühlkette keinesfalls unterbrochen werden. Lassen Sie sich auf dem Weg zum perfekten Grillvergnügen nicht auf "Umwege" ein!

Zuhause portionieren Sie/wir nun "Ihr/unser" Grillfleisch in den erforderlichen Größen und begießen es in einem geeigneten Gefäß mit dem dann vorhandenen Würzöl. Achten Sie darauf, dass das Gefäß nicht zu groß ist, damit kein wertvolles Öl verschwendet wird, denn eventuelle Reste, die nach dem Verzehr noch übrig blieben, müssen wegen der akuten Keimbildung unbedingt und sofort fachgerecht entsorgt werden. Nehmen Sie das Gefäß einige Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank und lassen die Fleischstücke Zimmertemperatur erreichen, erst kurz bevor Sie sie auf den Rost legen, noch gründlich abtropfen. Wurstwaren werden vor dem Grillen mit einer Gabel mehrfach angestochen, damit überflüssiges Fett die Gelegenheit bekommt, beim Garvorgang abzutropfen, das Fleischbrät sein volles Aroma entwickeln kann und die Gefahr des unkontrollierten Austretens notwendigerweise beim Produktionsvorgang eingebundenen, später jedoch kochend-heissen Wassers von vorn herein gebannt wird.

Grillfleisch und frische Salate gehören untrennbar zusammen wie Ebbe und Flut an der Nordseeküste, wie Huhn und Ei, "Dick und Doof", Kopfsalat und Schnecke. Kaufen Sie keinen "fertigen" Salat "aus dem Eimer", tragen Sie keinen "Salat aus dem Eimer" oder Mengen, die nur in kleinen Schlüsseln oder unverhältnismaßig aufwendig gestalteten Behältnissen angeboten werden, aus dem Supermarkt nach hause. Machen Sie Ihre Salate mit weingen Handgriffen einfach selbst und achten Sie auf die Vegetationsperioden der Zutaten. Verzichten Sie nicht nur im Winter konsenquent auf Bohnen aus Ägypten und Tomaten aus Marokko, essen Sie zur Unzeit oder besser noch nie! Spargel aus Peru, warten Sie ab, bis das Gemüse in Ihrer Nähe, bei uns in heimischen Regionen "soweit" ist. So wird das gemeinsame Grillen nicht nur zu einem echten, ungetrübten und stetig wiederholbaren Erlebnis, sondern auch zu einem Jungbrunnen für Ihre Gesundheit und gleichzeitig zu einem richtigen Schritt auf dem Weg zum vollendeten Genuss.   

Unsere "Oststädter Brandbombe"

 

Zutatenliste für 1,5 l Knoblauch-Kräuter-Öl

1           

temperaturbeständiges Weckglas mit 1,5 l Fassungsvermögen

1 Topf, in das dieses Glas bequem hinein passt
1 Schnelldesinfektionsmittel für das zu verwendende Schneidbrett
8 - 12 frische, große Knoblauchzehen regionaler Herkunft, keine Importware aus Fernost!
1,4 l  
kaltgepresstes Olivenöl, extra vergine Ihrer Wahl
ca. 50
schwarze Pfefferkörner
1 El. Senfkörner
1 getrocknete oder frische Chilischote, Größe und Schärfegrad nach jeweiliger Vorliebe, ggbfls. mehr
1 Zweig frischen Rosmarins (nicht zu groß!)
  Zweige frischer Petersilie und frischen Dills nach Wunsch
10 Zweige frischen Thymians
2
frische Lorbeerblätter
10 - 12 zerdrückte Wacholderbeeren
0 KEIN SALZ !!

Füllen Sie den Topf mit Wasser, bringen das zum Kochen und sterilisieren Sie darin das Weckglas und alle Arbeitsgeräte. Desinfizieren Sie nach Gebrauchsanweisung des eingesetzten Mittels das Schneidbrett. Achten Sie konsequent auf Sauberkeit am Arbeitsplatz!

Zerdrücken Sie mit dem Rücken eines großen Küchenmessers die Knoblauchzehen und geben sie in das Weckglas. Fügen Sie die trockenen Gewürze zu. Tauchen Sie die frischen Kräuter kurz in das kochende Wasser, trocknen Sie sie mit Küchentuch gründlich ab und geben Sie sie anschließend ebenfalls in das Glas. Je nach Trocknungsgrad stechen Sie die Chilischote/n mehrfach mit einer Gabel ein, damit Flüssigkeit aufgenommen werden kann, füllen das Glas mit einem guten Olivenöl auf. Verschließen, kühl stellen, fertig.

Wir würzen unser Grillfleisch, wenn es auf den Punkt gegart ist, zusätzlich und ausschließlich mit den Salzblüten aus Natursole der "einzigen Pfannensaline Europas" (Göttingen) und schwarzem Pfeffer, den wir direkt bei Tisch im Mörser grob zerstoßen. Wir wissen, welche Zutaten des Würzöls das Eigenaroma unseres Grillfleisches auf ganz natürliche Weise unterstützen können. Das ist ehrliches, notwendiges Würzen ohne die Verwendung von industriell hergestellten Geschmacksverstärkern oder die Zugabe fragwürdiger, künstlicher Aromen, die heutzutage quasi in jeder handelsüblichen, vorgefertigten Gewürzmischung beigemischt dem geneigten Konsumenten untergejubelt werden.


Unsere Getränkeempfehlung für Ihre Grillsaison: "Die Poncha!"

Diese Empfehlung hat nun rein gar nichts mit Regionalität oder typisch ostfälisch-südniedersächsischer Tradition gemein. "...passt also eigentlich nicht in unser Konzept!" Aber keine Regel ohne Ausnahme und nicht immer muss ausschließlich frisches Pils beim Grillen gereicht werden: Uns geht es bei dem nachfolgenden Rezept nur um dessen sensationellen Erfrischungsfaktor und die herrlich gelbe Farbe des Getränks, die förmlich die frühjährlich und sommerliche Sonne ins Glas zwingen! Diesen Aperitif müssen Sie einfach probieren!

Die Poncha ist das Nationalgetränk der Madeirer, also eine durch und durch portugisische Spezialität, die wir in einem der vergangenen Winter an Ort und Stelle schätzen gelernt haben. Natürlich schmecken Früchte und Honig auf einer Insel im Atlantik anders als diejenigen, die wir hier im Handel bekommen können. Und auch der "Branca", ein hochprozentiger, bodenständiger "Schnaps" aus echtem, madeirischen Zuckerrohr destilliert, darf gar nicht entsprechend der Richtlinien der Europäischen Union nach Deutschland exportiert werden. Wir sind hier also komplett abgeschnitten von den eigentlich notwendigen Bezugsquellen. Sogar der typische Holzquirl zum Vermengen aller Zutaten muss nicht sein. Nehmen Sie einfach die besten Zutaten, die Sie bekommen können, einen handelsüblichen Quirl aus Edelstahl und "´ran ans Werk!"

Zutatenliste  
   
2 Teile frisch gepresster Orangensaft mit Fruchtfleisch
1 Teil frisch gepresster Zitronensaft mit Fruchtfleisch
2 Teile relativ geschmacksneutraler, schön flüssiger Honig
2 Teile Aguardente de cana (portugisischer Zuckerrohrschnaps), ersatzweise höchstprozentiger Cachaça (bitte keinen billigen Fusel!)

Pressen Sie die Früchte gewissenhaft aus und achten Sie darauf, möglichst viel Fruchtfleisch zu erhalten. Füllen Sie die Säfte in einen ausreichend großen Glaskrug mit breiter Öffnung und Henkelgriff, geben Sie den flüssigen Honig hinein.

(Funchal, Madeira, Januar 2014)Nun heißt es: "Verquirlen, was das Zeug hält!", denn der Honig soll sich in den Säften komplett auflösen. Anschließend geben Sie sukzessive den Zuckerrohrschnaps dazu und das Quirlen beginnt von Neuem. Experimentieren Sie solange und sooft, bis Sie die "richtige" Menge an Aguardente de cana beigegeben haben, um Ihren persönlichen Geschmack zu treffen. Verschließen Sie dann den Glaskrug mit Klarsicht- oder Alufolie und stellen ihn während mehrerer Stunden in ein Kühlgerät, um den Krug samt Inhalt so richtig "durchzukühlen". Das muß sein, denn die Poncha wird stets sehr kalt getrunken und läßt sich prima schon am Vortag des Vergnügens vorbereiten. Servieren Sie die Poncha, nachdem Sie nochmals kräftig gequirlt haben, in ebenfalls im Kühlschrank vorgekühlten Aperitifgläsern direkt aus dem Krug beim Stehkonvent am Grill. Die Präsentation ist dann perfekt gelungen (siehe Foto) und der Geschmack am Besten, wenn sich im Glas der weiße Schaum vom Quirlen oben verschließend auf dem fruchtigen Inhalt auftürmt.


 

 (Bahia Meloneras, Gran Canaria, Februar 2015)

Kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Auszug aus unserer "Hausordnung"