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 Unsere Speisekarte "lokal"

 Alle Jahre wieder präsentieren wir aus gegebenem Anlass, gleichzeitig ein kräftiges "Pott heissa!" jubilierend und womöglich nicht ganz ernst gemeint unsere exklusive Karte:

Typisch hildesheimerische Raritäten, Dauerbrenner "im Potte" mit regionalen Zutaten

"Arneken-Schmankerl-Pokal": In trockenen Tüchern gehülltes, jedoch offenes Geheimnis lokaler Investorentranchen, auf den Punkt gegart, trotzdem immer nicht ganz fertig, aber schön präsentiert im schnieken Glas. Ein getrübter Genuss ohne pflanzliche Beilagen, nun schon ein ganzes Jahr gereift, dennoch nur verdaulich von übervorteilten Franchisenehmern und Fast Food Liebhabern. Wunderbar in Szene gesetzt von stadtbekannten Profiteuren, die sich bereits den nächsten Sahnestücken widmen.

"Gemeinnütziger 3-Sterne - Hotel - Saftbraten". In der Ordnung der Schreitvögel wandern die Köche mitten in der Innenstadt auf komplett fremden Terrain und wollen so den Etablierten die Fettaugen auf deren Suppe nicht gönnen. Verdrängen Sie einfach den Beigeschmack.

"Weltkulturerbe-Nudeln á la Unesco". Klassische Capelli d`Angelo, al dente mit klerikalem Pesto und Chips von geräucherten, alten Schinken, würdevoll ausgarniert mit tausendjährigen Rosenblättern und serviert in einer mittelalterlichen Tonscherbe.

"Herrn Pfarrers Wohlgefallen": Niedersächsischer, langer Stangenspargel, gereicht mit Brot und Wein, zusammen mit einem scharfen Hühnchen in einer Mole aus Kinderschokolade, Chilis und dicken Nüssen. (Leider nur bei Verfügbarkeit in der entsprechenden Saison jungen Gemüses!)

"König Kurts Verhängnis": Stadtwerkegemäß tranchiertes Schweinefilet im Blätterteigmantel, innen umhüllt vom fetten Speck, mit verlorenem Ei und dem legendären "Hildesheimer Lügen-Kompott": Das sind die Rosinen und die feinen Früchte, die (im alten Essig immer und immer wieder aufgewärmt) versuchen, in ihrem Dialog eine blendende Soße abzusondern.

"Ratsherren-Pfanne mit Filzsoße": Das sind verschiedene, in der für Hildesheim üblichen Weise untereinander aufgeteilten Filetstücke. Die Damen und Herren geben eine kräftige Schwammerl-Soße und gekräuterten, alten Käse darüber, richten es in gar keinem Fall mit einem würzigen Paukenschlag an, sondern bedienen sich selbst aus großen, fremden Töpfen und lassen dann einfach die Rechnung für den kleinen Mann liegen.

"Sparkassen-Teller": Mächtige und ausgekochte, fast faule Eier auf Blattspinat aus der handelsüblichen Mogelpackung, begleitet von stetig wiederkehrender Senfsoße und winzigen Rendite-Kartöffelchen, gewinnoptimierend kredenzt vom rotwangigen Auszubildenden auf dem Silbertablett.

"Museums-Ragout": Eine geschickte Auswahl der besten Stücke alter Hasen, herrlich weich gegart und plakativ angerichtet im modernen Gewand mit Roemersalat, neuen Sprossen und harten, noch zu knackenden Nüssen. Dazu reichen wir hausgemachte Schätzle.   

"Höllbergs Bratwurst", ganz traditionell auf der bürgerlichen Pappe. Holen wir natürlich nur frisch vom Stand.

"Die gelbe Teezeremonie" ist zwar keine typisch Hildesheimerische Errungenschaft, lauert aber quasi allgegenwärtig heimtückisch und hinterhältig auf ihre wehrlosen Opfer.

"Kürbis-Curry-Cremesuppe á la Mensa": Ein Paradebeispiel dafür, wie man mit regional ganz untypischem Gemüse, eingekocht zur Pampe und einem leckeren Brötchen vom Vortag den Gaumen auch internationaler Gäste umschmeicheln will. 

"Amtshaus-Schwindel-Variationen": "Vielerlei", aus hochfein Geschnetzeltem in perfekte, gleichmäßige Form gebrachte, schöne und krosse Stücke vom Nichts, fest verschmolzen mit fantasiereich benannter Tunke. Der Urheber dieser Kreation ist zurzeit leider wieder unauffindbar.

"Frühstück á la Detti": "Zwei Flaschen Bier und eine Schachtel Zaretten, egal welche."

Spezialität für unser Bistum:

"Habeamus Papa Argentino": Alte, katholische Kartoffel mit erzkonservativem Gewand, kreativ eingestellt im Stile eines "jungen Wilden".   

Neu im Hildesheimer Rathaus:

"Schnitzel mitmeyer": Noch niemand kann ahnen, wie es bekommen wird, aber alle wollen es jetzt schon haben. Zu Recht!


In der MOLTKESTRASSE 89 servieren wir schon morgens zum Gourmet-Frühstück ehrliche "Frikadellen nach Frauenschenkel Art" aus 80% Hackfleisch vom heimischen Weidelamm und 20% frisch durchgedrehtem Rumpsteak vom Rind lokaler Aufzucht mit einer raffinierten Würze der Chilischoten aus dem eigenen Gewächshaus und den auswuchernden Aromen frisch gepflückter Kräuter, sorgsam paniert in selbstgemachter Bröselmischung, rundherum getränkt im Schaum der Eier von glücklichen Hühnern und ganz, ganz langsam und schonend ausgebacken in herrlich aufschäumender Meersalzbutter.